Geheime Orte auf zwei Rädern – Eine Entdeckungstour durch Geschichte und Natur
Am vergangenen Samstagnachmittag fand eine außergewöhnliche Radtour statt, bei der etwa 40 Teilnehmer die Möglichkeit hatten, „geheime Orte“ zu entdecken. Zu Beginn der Tour wussten die Teilnehmenden noch nicht, welche Ziele sie erwarten würden. Diese Ungewissheit und das Abenteuer, mit dem Fahrrad unbekannte, historische und naturbelassene Orte zu erkunden, machten die Veranstaltung zu einem besonderen Erlebnis.
Erster Halt: „Hasen-Ahlers“ und die Geschichte der Gefallenen
Die Tour begann mit einem ersten Stopp am „Hasen-Ahlers-Denkmal“, wo Götz Neuber die Gruppe mit einer Einführung in die Geschichte dieses Denkmals und der dahinterliegenden Ereignisse aus dem Zweiten Weltkrieg versorgte. Das Denkmal, das die Gefallenen der Region ehrt, war ein bewegender Einstieg in die historische Dimension der Tour. Die Teilnehmer erfuhren, wie sich das lokale
Gedenken und die Erinnerung an diese schwierige Zeit mit den Jahren verändert haben und welche Bedeutung das Denkmal für die Bevölkerung heute noch hat.
Durch den „Stühe“-Wald: Flora und Fauna im Fokus
Danach führte die Route in den „Stühe-Wald“, eine unberührte Naturregion, die reich an Flora und Fauna ist. Hier gab Olaf Schachtschneider einen detaillierten Vortrag über die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt des Waldes. Die Gruppe konnte die Natur in ihrer vollen Pracht erleben und dabei viel über die heimischen Ökosysteme lernen. Olaf zeigte einige besonders bemerkenswerte Pflanzenarten und erklärte, wie diese mit der Geschichte des Waldes und seiner Nutzung durch den Menschen verbunden sind.
Die Welseburg: Archäologische Schätze im Verborgenen
Der nächste „geheime Ort“ war die Welseburg, eine historische Anlage, deren Ausgrabungen in den 1980er Jahren wichtige archäologische Funde zutage förderten. Götz Neuber erläuterte, wie die Welseburg im Mittelalter eine zentrale Rolle in der Region spielte und welche Entdeckungen bei den Ausgrabungen gemacht wurden. Die Teilnehmer erfuhren von den alten Mauern, die immer noch teilweise im Boden verborgen liegen, und von den spannenden Funden, die mehr über das Leben in dieser Zeit verraten.

Eine Pause inkl. Grillgut in der „Stauden-Oase“ – Gartenkunst und Familiengeschichte
Nach all den spannenden Informationen war es Zeit für eine wohlverdiente Pause. Die Gruppe fuhr weiter zur „Stauden-Oase“, einem idyllischen Gartenparadies. Olaf, der hier auch als fachkundiger Führer fungierte, gab eine detaillierte Erklärung über die verschiedenen Gartenbereiche und die außergewöhnliche Bepflanzung. Die Teilnehmer konnten die Vielfalt an Stauden, Blumen und Sträuchern bewundern und sich von der Harmonie zwischen Natur und Kunst inspirieren lassen.
Zum krönenden Abschluss erzählte Herr Tönjes, der Eigentümer der „Stauden-Oase“, noch etwas über die Geschichte seiner Familie und den Ursprung des Gartens. Die persönliche Note dieses letzten Programmpunkts rundete die Veranstaltung perfekt ab, als die Teilnehmer mehr über die Leidenschaft und Hingabe erfuhren, die hinter der Pflege und dem Ausbau des Gartens stecken.
Organisatorisches und logistische Unterstützung
Die etwa 25 km lange Strecke, die durch abwechslungsreiche Landschaften und historische Stätten führte, war sowohl für geübte Radfahrer als auch für weniger erfahrene Teilnehmer gut zu bewältigen. Jens Bührmann begleitete die Gruppe mit dem Auto und stellte sicher, dass immer genügend Wasser zur Verfügung stand, um die Teilnehmer gut zu versorgen. Olaf nahm ebenfalls aktiv teil, indem er beim ersten Halt am „Hasen-Ahlers-Denkmal“ zu der Gruppe stieß und noch einige Teilnehmer im Auto mitnahm.
Die Radtour begann um 15 Uhr und endete gegen 20:30 Uhr, wobei sich die Teilnehmer auf dem Rückweg über das Erlebte austauschten und viele neue Eindrücke mitnahmen.
Fazit
Diese geheime Radtour war nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine Reise durch Geschichte, Natur und Kunst. Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, Orte zu entdecken, die vielen vielleicht bisher unbekannt waren, und erlebten einen spannenden Mix aus Geschichte, Umweltbildung und persönlichem Austausch. Es war eine rundum gelungene Veranstaltung, die allen Beteiligten viel Freude und neue Erkenntnisse brachte.


